Estland

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„Koidupuna“

Koidupuna wurde 2008 gegründet, als eine kleine Gruppe von Chormitgliedern der „Tallinn University/ Tecnology Chamber“ beschloss, dass sie neben dem estnischen Liederfest auch am großen Tanzfestival teilnehmen möchten.

Zunächst wurde es ein Projekt für ein Jahr, doch nach dem Tanzfestival bildete sich eine feste Tanzgruppe. Im September feiert Koidupuna das 11. Jubiläum!

Zuerst waren die Mitglieder der Gruppe hauptsächlich Studenten und Angestellte der Technischen Universität Tallinn. Jetzt sind sie jedoch gewachsen und haben auch Tänzer/innen von außerhalb der Universität.

Das Repertoire besteht hauptsächlich aus Tänzen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, aber sie führen auch Eigenkreationen basierend auf der estnischen Folklore auf.

Auf den Auftritten präsentieren sie folkloristische Spiele und Lieder ihrer Vorfahren. Sie tanzen ausschließlich zu Live-Musik und binden das Publikum oft in die Spiele und Tänze mit ein.

Auf dem Festival werden traditionelle estnische Tänze (in Estnisch „Pärimustants“) aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und dem Beginn des 20. Jahrhunderts aufgeführt. Die estnischen Tanztraditionen sind in Westestland auf der Insel Kihnu und in Setumaa im Südwesten Estlands nach wie vor sehr lebendig.

In Estland gibt es keine speziellen Tänze für Ereignisse wie Ernte oder Hochzeiten; Die Bauern versammelten sich am Samstagabend, sangen und tanzten nur zum Vergnügen. Die traditionellen estnischen Tänze sind in der Regel kurz: 16 Takte Teil A und 8 bis 16 Takte Teil B. Koidupuna führt Kompositionen („süüt“ auf Estnisch) traditioneller Tänze ähnlicher Natur mit einer Länge von 2 bis 3 1/2 Minuten durch. Zwischen den Tänzen singen sie alte Runo-Lieder („Regilaul“ auf Estnisch). Je nachdem, ob sie auf einer Bühne oder auf einem großen Platz auftreten, gibt es immer die Option, zwei bis drei Minuten mit dem Publikum zu tanzen.

Koidupuna bedeutet auf Deutsch übrigens: Morgenröte.